Muss man Gedichte in vier Sprachen analysieren können?

Die Siebzehnjährige Naina K. (17) aus Köln sorgte mit einem kleinen Tweet für großes Aufsehen. “Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen.”. So lautete ihre ernüchternde Äußerung. Doch hat sie damit Recht?

Wir wollen zu diesem Thema mal wieder Tacheles reden. Seitens ihrer Direktorin gab es auch bereits eine Stellungnahme, in der sie die Aussage der Schülerin als “dumm” bezeichnete. Doch wer der beiden hat nun Recht? Wer ist hier dumm? Fakt ist, dass die Aussage der lieben Naina durchaus berechtigt ist. Viele 18-jährige haben wirklich nach dem Abi vom Leben keine Ahnung. Viele junge Menschen geraten deshalb in die Schuldenfalle. Doch das Abi haben sie. Sie wissen, wie man die Unterschrift unter einen neuen Handyvertrag setzt. Sie wissen aus Eigeninteresse, wie man Bilder ins Netz hoch läd oder Youtube-Filmchen erstellt. Das haben sie natürlich auch nicht in der Schule gelernt. Das war bloßes Eigeninteresse.

Doch mit dem BGB, Mietrecht, Vertragsrecht und dergleichen, damit sieht es bei unseren jungen Menschen düster aus. Da kennen sie sich nicht aus. Somit ist die Kritik dieser Schülerin absolut berechtigt. Mathe, Englisch und Deutsch an der Schule haben absolute Berechtigung. Das ist keine Frage. Doch angewandte Mathematik wäre wesentlich sinnvoller als abstrakte Rechenformeln. Wie funktioniert Buchführung mit Einnahmen und Ausgaben? Diese Frage wäre wesentlich interessanter als die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinnes zu berechnen. Damit könnten die Schüler im späteren Leben etwas anfangen.

Warum muss man in Englisch Shakespeare lesen, der zudem noch Altenglisch verwendet? Warum wird nicht mehr Wirtschaftsenglisch gepaukt. Wie unterhalte ich mich mit einem ausländischen Unternehmer? Das sind Dinge, die man fürs spätere Leben braucht.

Im Deutschunterricht werden Textinterpretationen verfasst und Gedichte analysiert! Toll! Doch welcher Schüler beherrscht vernünftig die Rechtschreibung? Wer kennt sich mit Formularen verschiedener Behörden aus? Da läuft irgendetwas schief!

Tacheles-biz kann sich also voll der Kritik anschließen. Daunen hoch, Naina! Daumen runter, Frau Direktorin und liebes Kultusministerium!

Das Unrechtsurteil

Das Urteil im Steuerprozeß gegen Bayernpräsident Uli Hoeneß ist gefallen. Das Gericht verurteilte ihn zu 3,5 Jahren Haft ohne Bewährung. Doch ist dieses Urteil gerecht?

Auch wenn wir uns damit gegen alle Umfragen stellen, meint Tacheles.biz NEIN!!! Wir wissen, dass wir damit eine unpopuläre Meinung vertreten. Nichtsdestotrotz wollen wir zu diesem Thema Tacheles reden.

Klar, die Summe von fast 30 Millionen Euro, die da nun im Raume steht, ist erschreckend. Da könnte man meinen, mit 3,5 Jahren ist er noch glimpflich davon gekommen, wenn man bedenkt, dass die Höchstrafe auch hätte bei 10 Jahren liegen können.

Doch wenn man genauer hinschaut, muss man ein solches Urteil als schlichtweg ungerecht empfinden. Und das gilt nicht nur für den Fall Uli Hoeneß, sondern für Steuerstraftaten generell. Klar, der Schaden für die Allgemeinheit ist auf dem ersten Blick immens. Doch rechtfertigt das eine derartige Strafe?

Uli Hoeneß hat quasi jeden Bundesbürger um nicht einmal 50 Cent betuckt, wenn man es mal aus der Sicht der Allgemeinheit sieht. Ein Kinderschänder dagegen, der als Ersttäter in Erscheinung getreten ist, bekommt oft nicht einmal 3,5 Jahre, weil er ja ein kranker Mensch ist. Dieser hat zweifellos nicht JEDEN Deutschen um 50 Cent geprellt. Doch hat er nicht das Leben eines kleinen Kindes für immer zerstört? Hat er nicht den Eltern dieses Kindes unsagbares Leid zugefügt? Natürlich hinkt dieser Vergleich etwas, aber es musste mal so gesagt werden.

Auf der einen Seite haben wir die Reichen, zu denen auch Hoeneß zählt, die sogenannten Stützen unserer Gesellschaft, diejenigen, die durch ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten unseren Staat florieren lassen, auch wenn sie vielleicht die ein oder andere Million hinterziehen. Dennoch dürfte selbst der größte Steuerhinterzieher immer noch mehr ins Staatssäckel bringen als der arbeitsunwillige Harz-Vierer, der schwatt malochen geht. Und bei Letztgenanntem ist die Kriminelle Energie ebenso hoch, wie beim Steuerhinterzieher. Nur wird dieser, der nun gar nichts zum Staatshaushalt beiträgt, sondern sich nur am Staatssäckl bedient, nicht für 3,5 Jahre weggesperrt.

Das Gericht hat somit einen Menschen bestraft, der der Gesellschaft viel gibt, sich selber (natürlich unberechtigt, da sind wir uns einig) einen Teil davon behält. Derjenige, der nichts gibt und sich (ebenfalls unberechtigt) nur was nimmt, der ist fein raus. Er ist auch derjenige, der zu den 78 Prozent der Deutschen gehört, die die Strafe gerechtfertigt finden oder sogar eine höhere Strafe für Hoeneß fordern. Schließlich ist ja aus seiner Sicht wieder so ein superreicher Sack, dem es schon gut genug geht, daran Schuld, dass seine Stütze monatlich so gering ausfällt.

Wir von Tacheles.biz können dazu nur sagen: Armes Deutschland!

Limburger Kirchenskandal

Es ist unglaublich, welch neuen Skandal sich die Katholische Kirche in Limburg geleistet hat. Dort wird doch tatsächlich der Protzbau vom Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst 15!!! Millionen Euro verschlingen. Allein seine Badewanne soll sich der Bischof aus dem Kirchensäckl, wo brav Gläubige ihre Steuern einzahlen, 15000 Euro kosten lassen.

Da meint Tacheles.biz: Die Zeiten der korrupten Kirche des Mittelalters mit so diversen Protz-Päpsten (Borgia lässt grüßen) sind noch lange nicht vorüber. Der aktuelle Papst predigt Bescheidenheit, seine obersten Schäfchen hören jedoch nicht auf ihn. Vielleicht meint es Papst Franziskus sogar ehrlich (zumindest zeigt er sich nicht protzig in der Öffentlichkeit), wir wissen es nicht. Aber die Katholische Kirche als Institution hat sich wieder einmal disqualifiziert. Und dies ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein. Wir nennen hier mal beispielsweise Themen wie die Pille danach, sexueller Missbrauch von Kindern durch Geistliche, Haltung zur Scheidung und Homosexualität usw.

Tacheles.biz kann nur jedem Noch-Mitglied zum Austritt aus diesem mittelalterlichen Verein raten, damit seine Kirchensteuer nicht in derartige Protzbauten investiert wird. Lieber Leser, zum Glauben benötigst Du keine Kirche! Tue Gutes mit dem eingesparten Geld und führe es eigenverantwortlich einem guten Zwecke, den Du persönlich für sinnvoll hälst, z. B. den Hungernden in Syrien, zu! Im 21. Jahrhundert brauchen wir keine Kirchenfürsten mehr, die über uns regieren und uns sagen, was moralisch richtig und falsch ist. Das kann ein Jeder wohl selbst für sich entscheiden. Sollte es einen Gott geben, wird er den Austritt aus einem Verein, der Böses tut, nicht verurteilen.

PS: Wer wissen will, wie man am besten aus der Kirche austreten kann, ist bei Austritt-Kirche.de genau richtig aufgehoben. Dort wird zum Thema auch wie bei uns Tacheles geredet.

Steinbrücks Stinkefinger

Er hat wieder einmal zugeschlagen. Die Rede ist von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Da zeigt uns der Möchtegern-Merkel-Nachfolger doch tatsächlich den bösen Stinkefinger.

Angeblich sei diese Geste, die auf dem Titelblatt des Magazins der SZ zu sehen ist, eigenen Angaben zufolge ironisch gemeint. Doch damit ist er wieder einmal ins Fettnäpfchen getreten. Und Fettnäpfchen lässt der liebe Peer ja nun wirklich nicht aus.

Kein Wunder, dass es nun vor allem aus den Reihen der Regierungsparteien mächtig Schelte hagelt. Aber auch die eigenen Anhänger finden die Geste eher unglücklich.

Wir wollen mal Tacheles reden. Natürlich steht es jedem Deutschen, also auch Herrn Steinbrück, zu, seine eigene Meinung zu was auch immer zu äußern. Auch ein Herr Effenberg hat schon den berühmten Stinkefinger gezeigt. Doch da ging es um richtigen Männersport, wo eine solche Geste angebracht ist. In der faden Welt der Politik hat ein solcher Finger (es sei denn, er tritt bei den Piraten ein) eher nichts zu suchen.

Lieber Herr Steinbrück, man könnte meinen, Sie wären ein inoffizieller Mitarbeiter von Frau Merkel. Nie in der Geschichte gab es einen Kanzlerkandidaten, der der aktuellen Kanzlerin dermaßen beim Wahlsieg geholfen hat. Die Grünen leisten durch den Veggie-Day und Steuererhöhungen auch ihren Beitrag zum Wahlsieg Merkels.

Einzig und alleine die AfD und die Linken könnten vielleicht noch ein Fortschreiten der Schwarz-Gelben Regierungskoalition (was ja nicht die schlechteste Alternative für Deutschland ist, um mal Tacheles zu reden) ein bisschen gefährden.

Affaire Uli Hoeneß

Es ist wohl momentan das vorherrschende Thema in den Medien: Uli Hoeneß und seine Selbstanzeige hinsichtlich seiner Steuern. Von allen Seiten bekommt er nun in den Medien und bei Umfragen unter Menschen mächtig Prügel.

Doch ist dies richtig? Hat ein Mann, der solche Verdiensten für Deutschland und den deutschen Fußball geleistet hat, dies verdient? Kann man jemanden vorverurteilen, obwohl die genauen Hintergründe und Beweggründe für die Selbstanzeige noch gar nicht bekannt sind?

Tacheles.biz meint: Nein!

Was ist eigentlich eine strafbefreiende Selbstanzeige? Ist dies schon sofort ein Eingeständnis einer Straftat der Steuerhinterziehung? Nein! Es ist nichts anderes, als eine Korrektur einer Steuererklärung, um nachträglich ehemalige Angaben zu korrigieren. Damit, dass der Selbstanzeiger ein böser, verwerflicher Mensch ist, hat das Ganze in diesem Stadium noch nichts zu tun. Doch schon beim ersten Bekanntwerden alleine dieser Selbstanzeige zerrissen sich diverse Medien wie Bild und RTL die Mäuler. Die Vorverurteilung begann sofort.

Wir wollen an dieser Stelle nicht die mögliche im Raume stehende Straftat verharmlosen. Doch man solle erst einmal den Ausgang eines Verfahrens abwarten, bevor man ein öffentliches Urteil fällt. Gleiches gilt für uns auch im Falle des zurückgetretenen Bundespräsidenten Wulff.

Zudem sollte man auch mal in der Presse offenlegen, wenn man schon angebliche Summen der Hinterziehung nennt, welche Summen Herr Hoeneß jedes Jahr an den deutschen Fiskus tatsächlich abgeführt hat und welche Summen er gemeinnützig gespendet hat. Dann könnte sich der ganze Fall (wir sagen bewusst “könnte”, da wir auch keinen genauen Einblick haben) relativieren. Ist es wirklich absolut verwerflich, wenn ein Mensch z. B. im Jahr brav 10 Millionen Euro Steuern abführt und 100.000 Euro am Fiskus vorbeimogelt? Ist dies dann denn nichts anderes aus moralischer Sicht, als wenn Otto Normalbürger bei seiner Steuererklärung bei den täglichen Kilometern bei der Fahrt zur Arbeit anstatt 50 Kilometer 55 Kilometer angibt? Klar, die absolute Schadenshöhe ist natürlich eine andere, aber aus moralischer Sicht ist das eine nicht verwerflicher als das andere. Also sollten alle, die im Glashaus sitzen, nicht mit Steinen werfen. Bloss muss man im ersteren Fall gegebenenfalls ins Gefängnis. Der Kinderschänder von nebenan dagegen kommt mit einer Bewährungsstrafe davon.

Bei den momentanen Äußerungen diverser Politiker kann man echt kotzen (entschuldigen Sie diese Aussage, aber wir wollen ja Tacheles reden). Wass Herr Steinbrück und Herr Gabriel nun so von sich geben, naja, der Wahlkampf hat offensichtlich voll begonnen. Nun will man die Leute für blöd verkaufen und es so darstellen, dass die Selbstanzeige von Hoeneß ein Verdienst der SPD und Grünen ist. Das ist doch lachhaft! So kann man auch von der eigenen Unfähigkeit ablenken. Liebe SPD und Grüne, macht doch noch höhere Steuersätze und drängt damit doch noch mehr Personen in die Kriminalität. Das ist wahrlich ein taugliches Mittel.

Eines ganz Klar: Steuerhinterziehung ist sicherlich kein Kavaliersdelikt. Sie gehört auch in irgendeiner Weise bestraft. Aber mit Gefängnisstrafen bestraft sich der Staat letztendlich nur selbst. Wenn wir die Stützen unserer Gesellschaft (und da gehört ein Hoeneß dazu, ob er nun hinterzogen hat oder nicht) umhauen, um bildlich zu sprechen, und diese Stützen für 10 Jahre wegsperren, wer verdient denn dann für den Fiksus das Geld und zahlt die Steuern?

So, das war es für heute, das musste einmal gesagt werden!

Aprilscherz: Geschlechtsneutrale StVO

Der Gesetzgeber (huch, darf man das eigentlich noch sagen) hat sich passend zum 1. April mit der neuen Straßenverkehrsordnung einen richtigen Aprilscherz ausgedacht. Nein, diesmal sind es nicht die heimlichen Steuererhöhungen durch höhere Bußgelder, was ja schon schlimm genug ist.

Es ist die so schlimme männliche Form der Gesetzestexte. Diese arge Diskriminierung von Frauen, die unterbunden werden musste. Da war dringend Handlungsbedarf nötig, da ansonsten die Millionen von deutschen Frauen auf die Barikaden gegangen werden. Wie kann man nur “Der Fußgänger” sagen? Liebe Männer, wer hat sich solch eine böse Formulierung ausgedacht? Viel besser klingt doch nun “Wer zu Fuß geht”, oder nicht?

Das ist doch dann im Sinne der Gleichberechtigung völlig überfällig! Man, man, man! Haben wir in unserem Land wirklich keine anderen Probleme? Manchmal könnte man meinen (da wollen wir mal Tacheles reden), dass der ein oder andere politisch Verantwortliche einen Lattenschuss hat. Oder besser in seinen Worten gesprochen:

“Wer politisch aktiv ist und falsche Entscheidungen trifft, das ist derjenige, den das runde Dinge an das Kopf getroffen hat”

So, das musste heute mal gesagt werden!

Übrigens fühlen wir Männer uns auch benachteiligt und diskriminiert.

Warum heißt es immer noch die Schule, die Kirche usw?

Viel besser wäre doch “Wo man was lernt” oder “Wo man betet” usw. usw.

Aber da hinken wir wohl der Zeit noch lange hinterher.

PS: “Die Straßenverkehrsordnung” geht ja nun wohl gar nicht mehr. Lieber Gesetzgeber, da mach mal was!

Die Gleichmacher-Hannelore

Die Angestellten im Öffentlichen Dienst in NRW haben einen neuen Tarifabschluss: 5,6 Prozent mehr in zwei Jahren. Doch die liebe Hannelore (Kraft) hat diesen Abschluss natürlich nicht 1 zu 1 auf die Beamten umgesetzt. Ist das richtig oder falsch? Da wollen wir heute mal Tacheles reden.

Die Besoldungsgruppen bis A 10 bekommen diese Erhöhung auch, die übrigen (angeblich reichen) Beamten bekommen aber nur 2014 eine Erhöhung von satten 1 Prozent. Wäre ich Dienstgruppenleiter auf einer Polizeiwache (die sind in der Regel Hauptkommissar und damit A 11), würde ich mir in den Allerwertesten beißen. Die lieben Untergebenen, die A 9 oder A 10 sind, bekommen die fette Kohle und der liebe Vorturner geht (fast) leer aus. Die Gleichmacher-Hannelore hat also wieder einmal zugeschlagen. Dass der arme Dienstgruppenleiter dafür auch das Sandwich-Würstchen ist, weil er immer von oben und unten Druck bekommt, und er daher ein paar Euro mehr verdienen sollte, das sieht die liebe Hannelore nicht. Ob er vielleicht Alleinverdiener ist und damit auch nicht zu den reichen Beamten gehört, sieht sie auch nicht.

Wo ist da die Gerechtigkeit? Zählt in unserer Gesellschaft das Leistungsprinzip überhaupt nichts mehr? Ob der einzelne Dienstgruppenleiter durch Leistung an seinen Posten gekommen ist, sei mal dahingestellt, oft geht es im Beamtentum auch mit Dummheit und Schleimen, um da auch mal Tacheles zu reden. Aber rein obljektiv gesehen ist solch eine Entscheidung nicht gerecht.

Die lieben Beamten haben zudem auch keine wirkliche Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Streiken dürfen sie nämlich nicht! So, das war es für heute von Tacheles.biz! Das musste mal gesagt werden.

Habemus Papam!

Endlich ist es so weit. “Habemus Papam!” haben vergangene Tage Millionen (wenn nicht sogar eine Milliarde) gläubige Katholiken gerufen und sind vor Erfurcht vor dem Sensationspapst Jorge Mario Bergoglio, jetzt bekannt unter Franziskus erstarrt. Endlich hat ihr Glaube wieder einen Sinn. Endlich hat man wieder eine Leitfigur, derer Worte man blind folgen kann. Endlich ändert sich was!

Oder auch nicht? Ok, Homosexualität ist immer noch ein Tabu und wird vom lieben Gott verurteilt. Frauen haben in der Kirche auch nichts zu suchen, es sei denn, sie wollen nur brav beten. Verhütung sollte man in der Dritten Welt auch lieber lassen, sonst gehen dorch ja die Schäfchen langsam aus, so wie in Europa.

Deshalb hat man ja auch clevererweise einen Südamerikaner, einen Argeninier, zum Papst gewählt, äh, tschuldigung, natürlich hat diesen Gott gewählt und das Konklave sich seiner Meinung lediglich angeschlossen. Denn das Abdanken von Benediktus und die Wahl von Franziskus waren längst von gaaaaanz oben beschlossen.

Glücklicherweise scheint der neue Papst sich auch gut in die Jahrtausend alte Tradition der Päpste einreihen zu können. Er gilt als erzkonservativ. Doch nur aufgrund eines einfachen “Bona Sera” (so waren seine ersten Worte) sind jetzt Millionen Gläubige euphorisch und sehen diese Form der Wortwahl als eine Aufbruchstimmung. Wow, echt beeindruckend, hätte auch Atze Schröder nicht besser sagen können. Und der ist ja bekanntlich selbsternannter Gottersatz.

Dass der neue Papst aber in seiner Heimat mächtig umstritten war, weil er sich der damaligen Militärdiktatur nicht energisch entgegen gestellt hat, darüber findet man nur wenige Worte. Er soll sogar die Verschleppung zweier Jesuitenpater zumindest geduldet haben. Später hat er diese dann aus dem Orden geworfen (was wohl festzustehen scheint) mit der Begründung, den Orden zu schützen. Naja, was an diesen Gerüchten dran ist, weiß ich auch nicht wirklich, auf jeden Fall scheint Franziskus nicht unumstritten. Das musste zumindest mal erwähnt werden und Tacheles geredet werden.

Was solls, Hauptsache “Habemus Papam”! Da es ja von Gott so vorherbestimmt war, wird das alles schon seine Richtigkeit haben. Ach ja, hätte ich fast vergessen, alt ist der Mann auch bereits mit weit über 70 Jahren. Dann wird Gott wohl in spätestens 20 Jahren einen neuen Papst bestimmen. Und dann wird die katholische Kirche sich völlig neu finden und entdecken, dann wird es erlaubte Homoehen geben, dann ist Verhütung erlaubt, dann dürfen Frauen auch Papst werden, dann, dann……

Habemus Mamam!

Die Steinbrück-Clown-Debatte

Darf man gewählte ausländische Politiker “Clowns” nennen, wie es Steinbrück neulich tat, als er zur Wahl in Italien Stellung nahm?

Er erhielt daraufhin mächtig Prügel von verschiedenen Seiten. Natürlich ist so etwas sicherlich nicht politisch korrekt und kommt sicherlich auch bei den Italienern nicht gut an. Doch Tacheles.biz meint, dass endlich mal einer Tacheles geredet hat. Ob man den Kanzlerkandidaten Steinbrück mag oder nicht, sei dahin gestellt. Aber die Äußerung zum Thema von ihm ist vollkommen in Ordnung. Er hat damit das gesagt, was viele auch denken. Einen Mann wie Berlusconi kann man einfach nicht mehr Ernst nehmen. Wer ständig mit dem Gesetz in Konflikt gerät und zudem als alter Sack eine Vorliebe für junge Mädchen hat (Stichwort Bunga-Bunga), ist kein Ernst zu nehmender Politiker, sondern gehört allenfalls in die Unterhaltungsindustrie und ist damit ein Clown. Die Fesatstellung von Herrn Steinbrück geht also vollkommen in Ordnung, auch wenn es einige so nicht hören wollen.

Deshalb verleihen wir den Tacheles-Preis der Woche dem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, auch wenn er wohl kein Kanzler werden wird, da wollen wir doch mal ehrlich sein unt Tacheles reden. Der Mann hat doch gegen die Power-Angie keine Schnitte! Auch wenn sie nicht so oft Tacheles redet wie er.

Papstwahl

Der Vatikan, Foto aus W I K I P E D I A

Es ist soweit. Die Welt schaut gespannt nach Rom. Wann gibt es endlich weißen Rauch zu sehen. Man hat sich nach dem Abdanken von Benedikt mal wieder in dem Prunkpalast das Vatikan versammelt, um einen neuen Papst zu wählen.

Wir finden, man muss über dieses Thema im Gegensatz zu den ganzen restlichen News-Berichterstattern in Zeitung, TV und Internet endlich mal Tacheles reden.

Wir von Tacheles.biz sind der Meinung, dass dies eine völlig überflüssige und nicht mehr zeitgemäße Wahl ist. Wer braucht schon einen Papast? Worzu dieses Amt? Andere Kirchen wie die evangelische Kirche haben auch keinen Papst und funktionieren dennoch.

Und sind wir doch mal ehrlich, wie liefen so in den vergangenen Jahrhunderten, man kann sogar von Jahrtausenden sprechen, diese Papstwahlen ab? Das waren meist Veranstaltungen geprägt von Intrigen und Bestechungen. Einer der Kardinäle (leider weiß ich den Namen nicht mehr) sagte im Fernsehen, dass sie nun die Wahl, die Gott bereits getroffen hat, nur noch bestätigen müssen. Für solch eine aussage habe ich nur ein ROFL übrig. Waren also die teilweise grausamen Päpste in der Vergangenheit auch immer tatsächlich von einem Gott so gewünscht? Gab es da keine menschliche Einflussnahme? Wieder ein ROFL!

Naja, lassen wir uns also in den nächsten Tagen überraschen. Wir schauen alle gespannt auf den Schornstein und seinen Rauch.