Die Gleichmacher-Hannelore

Die Angestellten im Öffentlichen Dienst in NRW haben einen neuen Tarifabschluss: 5,6 Prozent mehr in zwei Jahren. Doch die liebe Hannelore (Kraft) hat diesen Abschluss natürlich nicht 1 zu 1 auf die Beamten umgesetzt. Ist das richtig oder falsch? Da wollen wir heute mal Tacheles reden.

Die Besoldungsgruppen bis A 10 bekommen diese Erhöhung auch, die übrigen (angeblich reichen) Beamten bekommen aber nur 2014 eine Erhöhung von satten 1 Prozent. Wäre ich Dienstgruppenleiter auf einer Polizeiwache (die sind in der Regel Hauptkommissar und damit A 11), würde ich mir in den Allerwertesten beißen. Die lieben Untergebenen, die A 9 oder A 10 sind, bekommen die fette Kohle und der liebe Vorturner geht (fast) leer aus. Die Gleichmacher-Hannelore hat also wieder einmal zugeschlagen. Dass der arme Dienstgruppenleiter dafür auch das Sandwich-Würstchen ist, weil er immer von oben und unten Druck bekommt, und er daher ein paar Euro mehr verdienen sollte, das sieht die liebe Hannelore nicht. Ob er vielleicht Alleinverdiener ist und damit auch nicht zu den reichen Beamten gehört, sieht sie auch nicht.

Wo ist da die Gerechtigkeit? Zählt in unserer Gesellschaft das Leistungsprinzip überhaupt nichts mehr? Ob der einzelne Dienstgruppenleiter durch Leistung an seinen Posten gekommen ist, sei mal dahingestellt, oft geht es im Beamtentum auch mit Dummheit und Schleimen, um da auch mal Tacheles zu reden. Aber rein obljektiv gesehen ist solch eine Entscheidung nicht gerecht.

Die lieben Beamten haben zudem auch keine wirkliche Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Streiken dürfen sie nämlich nicht! So, das war es für heute von Tacheles.biz! Das musste mal gesagt werden.

Habemus Papam!

Endlich ist es so weit. “Habemus Papam!” haben vergangene Tage Millionen (wenn nicht sogar eine Milliarde) gläubige Katholiken gerufen und sind vor Erfurcht vor dem Sensationspapst Jorge Mario Bergoglio, jetzt bekannt unter Franziskus erstarrt. Endlich hat ihr Glaube wieder einen Sinn. Endlich hat man wieder eine Leitfigur, derer Worte man blind folgen kann. Endlich ändert sich was!

Oder auch nicht? Ok, Homosexualität ist immer noch ein Tabu und wird vom lieben Gott verurteilt. Frauen haben in der Kirche auch nichts zu suchen, es sei denn, sie wollen nur brav beten. Verhütung sollte man in der Dritten Welt auch lieber lassen, sonst gehen dorch ja die Schäfchen langsam aus, so wie in Europa.

Deshalb hat man ja auch clevererweise einen Südamerikaner, einen Argeninier, zum Papst gewählt, äh, tschuldigung, natürlich hat diesen Gott gewählt und das Konklave sich seiner Meinung lediglich angeschlossen. Denn das Abdanken von Benediktus und die Wahl von Franziskus waren längst von gaaaaanz oben beschlossen.

Glücklicherweise scheint der neue Papst sich auch gut in die Jahrtausend alte Tradition der Päpste einreihen zu können. Er gilt als erzkonservativ. Doch nur aufgrund eines einfachen “Bona Sera” (so waren seine ersten Worte) sind jetzt Millionen Gläubige euphorisch und sehen diese Form der Wortwahl als eine Aufbruchstimmung. Wow, echt beeindruckend, hätte auch Atze Schröder nicht besser sagen können. Und der ist ja bekanntlich selbsternannter Gottersatz.

Dass der neue Papst aber in seiner Heimat mächtig umstritten war, weil er sich der damaligen Militärdiktatur nicht energisch entgegen gestellt hat, darüber findet man nur wenige Worte. Er soll sogar die Verschleppung zweier Jesuitenpater zumindest geduldet haben. Später hat er diese dann aus dem Orden geworfen (was wohl festzustehen scheint) mit der Begründung, den Orden zu schützen. Naja, was an diesen Gerüchten dran ist, weiß ich auch nicht wirklich, auf jeden Fall scheint Franziskus nicht unumstritten. Das musste zumindest mal erwähnt werden und Tacheles geredet werden.

Was solls, Hauptsache “Habemus Papam”! Da es ja von Gott so vorherbestimmt war, wird das alles schon seine Richtigkeit haben. Ach ja, hätte ich fast vergessen, alt ist der Mann auch bereits mit weit über 70 Jahren. Dann wird Gott wohl in spätestens 20 Jahren einen neuen Papst bestimmen. Und dann wird die katholische Kirche sich völlig neu finden und entdecken, dann wird es erlaubte Homoehen geben, dann ist Verhütung erlaubt, dann dürfen Frauen auch Papst werden, dann, dann……

Habemus Mamam!

Die Steinbrück-Clown-Debatte

Darf man gewählte ausländische Politiker “Clowns” nennen, wie es Steinbrück neulich tat, als er zur Wahl in Italien Stellung nahm?

Er erhielt daraufhin mächtig Prügel von verschiedenen Seiten. Natürlich ist so etwas sicherlich nicht politisch korrekt und kommt sicherlich auch bei den Italienern nicht gut an. Doch Tacheles.biz meint, dass endlich mal einer Tacheles geredet hat. Ob man den Kanzlerkandidaten Steinbrück mag oder nicht, sei dahin gestellt. Aber die Äußerung zum Thema von ihm ist vollkommen in Ordnung. Er hat damit das gesagt, was viele auch denken. Einen Mann wie Berlusconi kann man einfach nicht mehr Ernst nehmen. Wer ständig mit dem Gesetz in Konflikt gerät und zudem als alter Sack eine Vorliebe für junge Mädchen hat (Stichwort Bunga-Bunga), ist kein Ernst zu nehmender Politiker, sondern gehört allenfalls in die Unterhaltungsindustrie und ist damit ein Clown. Die Fesatstellung von Herrn Steinbrück geht also vollkommen in Ordnung, auch wenn es einige so nicht hören wollen.

Deshalb verleihen wir den Tacheles-Preis der Woche dem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, auch wenn er wohl kein Kanzler werden wird, da wollen wir doch mal ehrlich sein unt Tacheles reden. Der Mann hat doch gegen die Power-Angie keine Schnitte! Auch wenn sie nicht so oft Tacheles redet wie er.

Papstwahl

Der Vatikan, Foto aus W I K I P E D I A

Es ist soweit. Die Welt schaut gespannt nach Rom. Wann gibt es endlich weißen Rauch zu sehen. Man hat sich nach dem Abdanken von Benedikt mal wieder in dem Prunkpalast das Vatikan versammelt, um einen neuen Papst zu wählen.

Wir finden, man muss über dieses Thema im Gegensatz zu den ganzen restlichen News-Berichterstattern in Zeitung, TV und Internet endlich mal Tacheles reden.

Wir von Tacheles.biz sind der Meinung, dass dies eine völlig überflüssige und nicht mehr zeitgemäße Wahl ist. Wer braucht schon einen Papast? Worzu dieses Amt? Andere Kirchen wie die evangelische Kirche haben auch keinen Papst und funktionieren dennoch.

Und sind wir doch mal ehrlich, wie liefen so in den vergangenen Jahrhunderten, man kann sogar von Jahrtausenden sprechen, diese Papstwahlen ab? Das waren meist Veranstaltungen geprägt von Intrigen und Bestechungen. Einer der Kardinäle (leider weiß ich den Namen nicht mehr) sagte im Fernsehen, dass sie nun die Wahl, die Gott bereits getroffen hat, nur noch bestätigen müssen. Für solch eine aussage habe ich nur ein ROFL übrig. Waren also die teilweise grausamen Päpste in der Vergangenheit auch immer tatsächlich von einem Gott so gewünscht? Gab es da keine menschliche Einflussnahme? Wieder ein ROFL!

Naja, lassen wir uns also in den nächsten Tagen überraschen. Wir schauen alle gespannt auf den Schornstein und seinen Rauch.